Krippen und Kindergärten

Das klassische Preschool System entspricht unseren Krippen und Kindergarten: „Preschool Classes“ gehen von Babies bis ca. 4 Jährigen, dann kommt der „Kindergarten“ oder „K5“ der bei uns so einer Art Vorschule, also dem letzten Jahr vor Einschulung entspricht. Gefolgt von der First Grade, was dann adäquat mit der ersten Klasse in Deutschland ist.
Grundsätzlich gibt es hier vor allem altersabhängige Klassen, was bedeutet, dass die Kinder gemeinsam mit ihren Klassenkameraden jedes halbe Jahr oder Jahr -je nach Alter – in einen neuen Klassenraum und zu neuen Erzieher wechseln. Dieses System ist hier sehr populär, auch wenn es für uns etwas befremdlich wirken könnte, weil es sich so von dem gängigen deutschen System, mit den gemischten Altersstufen und (im Idealfall) mehr Betreuerkostanz, unterscheidet.
Allerdings hat das dieses System hier natürlich den Vorteil, dass die Erzieher leichter auf die Kinder eingehen und sie stark fördern können und dies auch tun. Wir mussten uns anfangs sehr an das „verschulte“ der Preschools gewöhnen,  mittlerweile haben wir unseren Frieden damit gefunden: es hat eben alles seine Vor- und Nachteile.
Schulen mit einem Montessori System haben gemischte Altersklassen, so daß die Kinder dort ganz natürlich von einander lernen können. Diese Schulen, von denen im folgenden auch zwei aufgeführt sind, ähneln wahrscheinlich am ehesten der deutschen Krippe oder Kindergarten.

Eine kleine Geschichte nebenher, die uns lange Zeit sehr verwundert bzw. irritiert hat: Die Kinder hier dürfen nicht in Socken oder Hausschuhen in Krippe/Kindergarten herumlaufen, so wie wir es aus Deutschland kannten. Auch während des Mittagsschlafes (der hier bis zum amerikansichen „Kindergarten“ (Vorschulstufe) vorgeschrieben ist) müssen die Strassenschuhe anbleiben, sprich die Kinder liegen mit Ihren Schuhen auf ihrem Matratzenlaken und unter der Decke. Warum? Es klingt wie gesagt seltsam, aber: es ist aus Sicherheitsgründen. Damit sich im Falle eines Feuers o.ä. niemand verletzt.

  • GODDARD School und PARK PLACE CHILDRENS CENTER befinden sich beide in Five Forks, neben der Woodruff Road. Sie bieten ein sehr professionelles und weitgefächertes Programm für 6 Wochen junge Babies bis hin zum First Grade.
    GODDARD hat einen tollen Gymnastikraum, wo die Kinder sich auch bei schlechtem Wetter austoben können. Man kann sich entscheiden, ob man das Essen selber mitgibt oder für einen Aufpreis den Cateringservice dazunimmt.
    PARK PLACE hat einen sehr schönen „Enrichtment Room“ wo sich die Kinder verkleiden können und Rollenspiele machen können. Ausserdem wird das Essen direkt in der Schule zubereitet und sehr viel Wert auf Gesundes wie Früchte und Gemüse gelegt.Weiterhin sei hier noch die LEGACY ACADEMY benannt, die sich ein bisschen weiter westlich, Richtung Downtown an der Woodruff befindet. Sie bietet ein ähnliches Programm wie die beiden oben genannten.
  • Die Preschool von  FIVE OAKS ist ein sehr schöner Ort für die Kleinen: sie bietet sehr viel Draussen-Aktivitäten in ihrem Garten an und es wird Wert auf natürliche Materialien in den Klassenräumen gelegt. Wie bereits oben beschrieben, gibt es hier gemischte Altersgruppen. Ein kleiner Wehmutstropfen: die Toddler Class ist leider nur von 8.30-11.30 am, ab dem Alter von 4 Jahren kann man es über die Lunchtime etwas verlängern.
  • An der MAULDIN MONTESSORI gehen die Kinder mindestens zweimal am Tag raus. Es gibt dort aussergewöhnlicherweise eine Gruppe mit Napmöglichkeit und eine ohne, für Kinder, die mittags eigentlich nicht mehr schlafen können/wollen/sollen. Das Essen wird vor Ort gekocht, manchmal sogar mit den Kindern zusammen, man kann aber trotzdem von Tag zu Tag entscheiden, selber etwas mitzugeben, wenn man möchte.
  • Außerdem wurde uns kürzlich die ganz neu gebaute PRIMROSE SCHOOL at Woodruff Road von einigen Amerikanern empfohlen – eine Kindertagesstätte für Babys ab 2 Monaten bis hin zur Vorschule. Diese Schule gibt es mittlerweile auch zweimal in Greenville. Diese Schulen haben ebenfalls einen eigenen Koch und es wird alles frisch zubereitet. Die Kinder gehen zweimal am Tag raus und im Sommer gibt es ein spezielles Summer program mit vielen Extras. Ich kann es empfehlen.
  • CCEP ist die Preschool de Christ Church Episcopal church und oftmals der Einstieg in die CCEC Familie.Viele deutsche Kinder gehen zur CCES.  Vielleicht eine schöne Ergänzung für das Geschwisterchen. Oftmals kommen die Grundschüler der CCES hierher und spielen, basteln und singen mit den ganz Kleinen. CCCEP hat ebenfalls ein spezielles Summer Programm das schnell ausgebucht ist. Auch ist es bei dieser Schule nicht unüblich auf eine4 Warteliste auf einen Platz zu warten, doch es lohnt sich.

Einige Kirchen hier bieten ebenfalls Preschool- oder Grundschulprogramme an. Betitelt als MMO (für Moms Morning Out) und weiterführend K2, K3 für de 2 und 3 Jährigen. MMO´s sind meistens an drei Tagen in der Woche von 9-12, an den anderen Tagen wird dann oft K2 bzw. K3 angeboten. Diese Einrichtungen sind in der Regel etwas preisgünstiger als die privaten, bieten aber ebenfalls einen hohen Standard.  Man kann vielleicht sagen, dass der der Schwerpunkt in diesen Einrichtungen grundsätzlich vielleicht mehr in der sozialen Erziehung als in der bildungsorientierten Vorbereitung für die Schule liegt. (Generell natürlich das jeweilige Programm genau prüfen bzw. sich informieren, es soll noch Einrichtungen geben, die körperliche Züchtigung als durchaus angemessen betrachten!).

  • Ein sehr positives Beispiel hierfür ist die ABIDING PEACE ACADEMY, wo es einen wunderschönen kleinen eingezäunten Spielplatz unter schattigen Bäumen gibt und sich zwei wirklich wundervolle Erzieherinnen in einem kleinen gemütlichen Raum um die Kinder kümmern. Sehr beliebt bei deutschen Expats für ihre Toddler….